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Streußelkuchen und Bienenstich fehlten

Veröffentlicht am von AH Berod Wahlrod

2 : 5 gegen Herschbach/Schenkelberg

Am Samstag lief nichts „nach Plan“. Erst kam der falsche Gegner, dann setzte es auch noch eine verdiente Niederlage. Marienhausen hatte abgesagt und uns statt dessen Herschbach/Schenkelberg als Ersatz besorgt. Und die spielen – auch nach der einen oder anderen Erfahrung der letzten Jahre die wir selbst gemacht haben - durchaus eine Klasse höher.

Auch nicht „nach Plan“ kann es sein, dass sich Rainer stundenlang ans Telefon hängen muss, um irgendwie 11 Mann zusammenzukratzen. Ihm gegenüber ist es eine Unverschämtheit, wenn es Donnertagabend ist, und nicht einmal die Hälfte des Teams (das sind fast 40!) seine Häkchen gesetzt hat, ob man nun da ist oder nicht. Es ist doch so einfach mit Doodle. Wer sich nicht sicher ist, ob er am Samstag Fußballspielen darf, oder Lust dazu hat, oder gesund ist, oder da ist, setzt auf rot. Wenn anders: Grün. Alles andere hilft nicht weiter.

Zum Spiel: Wir waren chancenlos. Herschbach war gerade in der ersten Halbzeit in allen Belangen überlegen. Sie waren physisch stärker (könnte möglicherweise mit einer regen Trainingsbeteiligung zusammenhängen), schneller im Umschalten und richtig torgefährlich. Sie fackeln nicht lange bis zum Abschluss und so stand es zur Halbzeit völlig verdient 0 : 3 - ihr Goalgetter hatte drei Chancen, zwei waren drin. Das lag aber nicht nur an ihnen, sondern auch an uns. Wir hatten keine guten Tag, kamen schlecht ins Spiel, waren in den Zweikämpfen nicht aggressiv genug, Aufteilung und Spiel ohne Ball waren zu Beginn nichts.

Die zweite Halbzeit war dann ausgeglichen. Wir gingen konzentrierter zu Werke, konnten durch Janni und Stephan H. verkürzen, aber ehe die Hoffnung aufkam, das Spiel irgendwie zu einem Unentschieden zu drehen, stellte Herschbach den alten Abstand wieder her. Das Ergebnis ging letztlich völlig in Ordnung.

Nach dem Spiel war es mit den Herschbachern wie auf einem Beerdigungskaffee. Nur Streußelkuchen und Bienenstich fehlten. Sie haben die gleichen Erfahrungen wie wir. Die Gegner sterben aus. Welches Team aktuell verblichen ist, welches schon seit geraumen Zeit kränkelt, und welches plötzlich und unerwartet verschieden ist – exemplarisch: Unser bislang einziger Bezwinger, Hattert, Merkelbach, Müschenbach. Vor drei Jahren noch jeder für sich  respektable Gegner. Keine schöne Entwicklung. Es fängt im kleinen – siehe oben – an und endet damit, das beim Bier nach dem Spiel allen Ernstes darüber geredet wird, dass Fahrradfahren doch auch was schönes sei.

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